Die Kirchengemeinden Waldshut, Albbruck-Görwihl und Laufenburg sind gemeinsam unterwegs
Am Himmelfahrtstag begann der Regio-Wander-Gottesdienst an der evangelischen Kirche in Laufenburg. Die Teilnehmenden machten sich gemeinsam auf den Weg – nicht nur durch die schöne Landschaft rund um Laufenburg, sondern auch innerlich auf eine geistliche Wanderung durch die Botschaft von Christi Himmelfahrt.
Schon zu Beginn wurde deutlich: Dieser Gottesdienst sollte Raum geben zum Innehalten, Nachdenken, Beten und Begegnen. Nach der Begrüßung führte der Weg zunächst weg vom Straßenlärm hinein in ruhigere Abschnitte der Natur.
An der Codman-Anlage stand die Himmelfahrtsgeschichte aus Apostelgeschichte 1 im Mittelpunkt. In einem Impuls wurde die Situation der Jünger betrachtet: der Abschied von Jesus, die Unsicherheit und die Frage, wie es nun weitergehen sollte. Die Worte der Engel – „Was steht ihr da und schaut zum Himmel?“ – wurden zur Einladung, auch das eigene Leben in den Blick zu nehmen: Wo halten wir an Vergangenem fest? Wo dürfen wir neu nach vorne schauen und auf Gottes Verheißung vertrauen? Passend dazu sangen die Teilnehmenden gemeinsam den Kanon „Wir sind hier zusammen in Jesu Namen“.
Im Waldabschnitt der „Laufenburger 8“ wurde mit einem Psalm innegehalten, bevor die Gruppe das Kraftwerk auf der Schweizer Seite erreichte. Dort wurde die Symbolik des Ortes aufgenommen: Kraftwerke erzeugen Energie – und auch die ersten Christen kannten geistliche Kraftorte. In der Lesung aus Apostelgeschichte 1 wurde deutlich, wie sehr Gemeinschaft und Gebet die erste christliche Gemeinde getragen haben. Nach der Stärkung mit Apfelschnitzen wurden die Teilnehmenden ermutigt, Herausforderungen nicht allein zu bewältigen, sondern Kraft im Gebet und in der Gemeinschaft zu suchen. Ein Zitat von Corrie ten Boom brachte dies treffend auf den Punkt: „Das Gebet soll unser Steuerrad sein und nicht unser Ersatzrad.“
Für den letzten Wegabschnitt sammelten die Teilnehmenden Blumen und Steine – Zeichen für Dank und Bitte. An der Badstube entstand daraus ein eindrücklicher Gebetsmoment. In persönlichen stillen Gebeten wurden Sorgen, Hoffnungen und Dank vor Gott gebracht. Die anschließenden Fürbitten nahmen die Krisen der Welt, verfolgte Christen, die Herausforderungen der Gemeinden sowie einsame, kranke und trauernde Menschen in den Blick.
Den Abschluss bildeten das gemeinsame Vaterunser, das Lied „Vom Anfang bis zum Ende“ und der Segen.
So wurde der Regio-Wander-Gottesdienst zu einer besonderen Erfahrung: gemeinsam unterwegs sein, miteinander glauben, Hoffnung teilen und sich neu daran erinnern lassen, dass Christus uns auch heute begleitet – auf allen Wegen des Lebens.